Umstellung der Dezimalpunkte beim Übergang LO 26.2.5 > 26.8.0?

Auf eure Empfehlung wechselte ich von Open Offce zu LO 26.2.5, lies aber paralell OO laufen. Ein Wechsel LO < > LO ging zuerst scheinbar problemlos, sowohl bei writer wie auch bei calc.
Nun habe ich beim anderem PC (auch Win11 v25H2) die letzte LO 26.8.0 direkt installiert und stellte fest, dass beim calc die Detimalpunkte durch Kommas und Tausen-Hochkommas durch Punkte ersetzt wurden und dies auch bei Files, welche mit LO 26.2.5 gespeichert wurden. Einmal verstand ich nicht warum (beim gleichem Gebiet Deutsch(Schweiz)), zusätzlich fand ich die Änderung beim jedem File einzeln ggf. beim Wechsel von einem PC zum anderen unnötig mühsam (z.B. Formatcode #’##0.00 wechselte auch Zellen mit einer Null entsprechend unschön). Warum passiere so was und wie kann/soll ich es vermeiden ggf. vorbeugen?
Zusätzlich beobachtete ich, dass ein Tabellen-File, gespeichert in LO 26.2.5 im ods-Format sich dann in OO nicht mehr eröffnen lies. Es wurde von OO eine Korrektur angeboten, welche zwar bei writer-Files (odt) half, bei calc-Files funktionierte es aber nicht mehr. Bedeutet es, dass ich in der Zukunft kein von LO bearbeiteter File in OO eröffnen kann, es sei denn ich exportiere es als xls/doc-File ?

Vermeide das Herumbasteln mit Formatcodes in Dokumenten.
Wenn das Gebietsschema einer Zahl Standard - Deutsch (Schweiz) ist, dann wird diese Zahl auf einem anderen System anders angezeigt. Das ist das, was der Zusatz Standard bedeutet.
Dort wird also dieselbe Zahl z.B. unter dem Schema Default - English(USA) angezeigt und der Formatcode gewissermaßen übersetzt.
Menü:Extras>Optionen>Sprachen>Allgemein>Gebietsschema="Deutsch (Schweiz)" legt das Schema für alle Zahlen fest, wo das Gebietsschema nicht explizit festgelegt wurde.
Im Dokument oder in einer Dokumentenvorlage oder in einer Zellvorlage wird das Gebietsschema von Zahlen explizit festgelegt, indem man z.B. Deutsch (Schweiz) ohne das Wörtchen “Standard” auswählt.

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Zumindest würde ich es nicht empfehlen.
Die ODF-Format Version ist in LibreOffice standardmäßig auf “Version 1.4 (empfohlen)”, eingestellt.
Das kann man zwar in den Einstellungen auf älteren ODF Versionen “zurückschrauben”, aber dann fehlen dir neuere Funktionen (weiß ich im Detail jetzt auch nicht welche).
Aber dann könntest du ja gleich bei AOO bleiben.


Meine Empfehlung:
Alle Altdateien komplett nur kopieren und nicht damit arbeiten.
In LibreOffice nur mit Kopien der Altdateien arbeiten evtl. anpassen und im neuen ODF-Format speichern.
Kopien der Altdateien nur dann in LibreOffice öffnen bzw. umwandeln., wenn eine Bearbeitung erforderlich ist.

Und dieser andere PC läuft vermutlich mit einem anderen voreingestellten Gebietsschema, die Neuinstallation von LibreOffice übernimmt dieses Schema (wird wohl “Deutsch (Deutschland)” sein), und in den Dokumenten werden alle Zahlenformate ohne explizit festgelegtes Gebietsschema übersetzt. Du kannst das Schema also in Windows anpassen und/oder in LibreOffice und/oder individuell in Dokumenten, wobei Vorlagen dieses Unterfangen extrem vereinfachen. Ist man von Microsoft gewohnt, jedes Element von Hand zu editieren, sollte man sich vielleicht doch mal eine Stunde lang mit Vorlagen beschäftigen. Die gibt es bei MS auch, sind aber in der breiten Öffentlichkeit unbekannt.

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Entschuldigung an alle: Ich konnte nicht antworten, da scheinbar in meinem Firefox-Browser die Authentifikation nicht funktionierte. Auch im privaten Fenster ging es nicht, dann probierte ich vergebens noch Edge und erst nach Reboot funktioniert es scheinbar wieder. Ein Rätsel warum das alles.
Mit dem 2. PC war alles in Deutschland: Ich habe zuerst versucht vergebens LO 26.2.5 zu installieren, dann 26.8.0 downloader und installiert. Soweit ich mich erinnere, war in der untersten Leiste mittig “Gebiet: Deutsch(Schweiz)” wie sichtbar beim 1. PC in der Schweiz und deswegen meinte ich, dass es an der neuen Version von OO liegt. Ich versuche alles dort nochmals und melde mich dann. Jedenfalls allen vielen Dank für die Ratschläge!!

Eine Frage an @Hrbrgr :
Wenn ich früher eine Datei an jemanden ohne Open Office (die es noch schaffte) schicken wollte, habe ich sie in *.doc bzw. *.xlt ausgegeben und verschickt. Wenn aber (wahrscheinlich vorwiegend calc) sie nicht in “MS-Format” zuverlässig ausgeben kann, was macht man dann?

Hhmm, “zuverlässig” ist ein sehr dehnbarer Begriff.
LibreOffice kann sehr gut .doc und .xlt speichern.
Aber es wird immer wieder spezielle Sachen geben die in den Programmen unterschiedlich gehandhabt werden.
Das Spiel
Das Spiel heißt “Der Hase und der Igel”.
LibreOffice macht kompatibel zu MS-Office.
MS-Office schraubt am Programm rum/ändert etwas.
LibreOffice macht kompatibel zu MS-Office.
usw.

Siehe auch:

Wie öffne ich Dateien aus MS-Office 2007 oder 2010 (.DOCX, .XLSX, …)?


Meine Empfehlung:
Speichere alle Dateien, die du in LibreOffice bearbeitest immer im ODF (Format, odt für Writer, ods für Calc).
Wenn Du Dateien weitergeben musst, mache eine Kopie davon als doc bzw. xls oder was immer du benötigst.


Hier noch ein paar allgemeine Hinweise für Umsteiger:

Mein Übergang von MS-Office zu LibreOffice - auch hilfreich für Einsteiger/Umsteiger

Bin endlich auf meinem 2. PC und stelle fest, dass beide Gebiete auf Deutsch (Deutschland) waren. Nach der Umstellung vom Gebietsschema auf Deutsch (Schweiz) stellte sich alles auf die für mich gewohnte Darstellung.
Dementsprechend ist das Problem gelöst und danke allen für Ihre guten Ratschläge!