Eignung für Vereinslisten: Base oder Calc

Guten Tag

Eignet sich für folgendes Calc oder Base besser?

Ich möchte verschiedene (ca. 10) Personen-Listen für einen Verein erstellen. Z.B. eine Liste sortiert nach Vereins-Ressort, nach Position im Verein, nach Alter, nach Geschlecht und noch mehr. Nicht jede Liste soll alle Angaben enthalten, so soll es Listen geben, die z.B. nur die Namen der einzelnen Personen und ihr Geburtsdatum enthalten, andere sollen auch die Adresse und Telefonnummer enthalten. Die Listen sollen einfach druckbar sein. Ausserdem ändern die Listen ständig (Vereinseintritte/-austritte etc.), Anpassungen sollten einfach möglich sein.

Infos zum Verein:

  • Anzahl Mitglieder: ca. 70-100
  • Anzahl Vereinsressort: 6
  • Anzahl mögliche Positionen im Verein: 5

Bis jetzt habe ich das mit Calc und Pivot-Tabellen bewerkstelligt, bin aber nicht ganz glücklig damit, es ist mir nicht ganz “sauber” genug (Da etwa 10 verschiedene Pivot-Tabellen erstellt werden, ausserdem gab es beim Drucken immer wieder Fehler beim Export der Pivot-Tabellen in PDFs). Ich habe gelesen, dass dies mit einer Datenbank sauberer gehen würde. Kenne mich aber nicht mit Base aus (und mit Calc auch nicht super), deshalb die Frage hier:

Wie schätzt ihr das ein - lohnt sich ein Umsteig von Calc nach Base? Oder gibt es eventuell eine Alternative zu Calc und Base, eine Art “Zwischenlösung”?
Ich bin motiviert mit Base zu starten, aber möchte nicht X Stunden investieren, wenn das Endresultat kaum besser ist.

Ja, Du kannst nämlich beides nutzen. Die eigentlichen Tabellen in einer Datenbank Deiner Wahl. Base erledigt “nur” die Verbindung von LibreOffice zur Datenbank. Und man kann ganz einfach sowohl Tabellen, wie auch Anfragen nach Calc ziehen (die bleiben aktualisierbar), so dass Deine Auswertungen wie bisher laufen können.
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Die eigentliche Frage ist immer: Wieviele Personen müssen gleichzeitig mit den Daten arbeiten (speziell: dürfen ändern) und wie wird das bisher gemacht.
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Wie klärt man das “Nachfolge-Problem”, wenn Du dein Amt niederlegst (Notfalls: Du exportierst in Calc-Tabellen und hinterlässt, was Du bekommen hast…)

Ist die Frage, was das Problem ist: Dein
“Fehler beim Export der Pivot-Tabellen in PDFs” hat nichts mit Datenbanken an sich zu tun.
Die Datenbank hilft bei der Verwaltung korrekter Daten, während Tabellenkalkulationen munter Text und Zahlen mischen, was gelegentlich beim Sortieren oder bei Pivot-Tabellen Probleme macht.

Die klassische Zwickmühle: Zunächst einmal wird nichts wirklich besser, bis man das Projekt am Laufen hat. Hinterher fragt man sich, warum man das nicht immer schon so gemacht hat.

Du beschreibst eine relationale Datenbank. Keine Tabellenkalkulation kommt da ran. Ich würde sagen, es ist fast unmöglich, das mit Excel oder Calc so hinzubekommen, dass es für irgendjemanden außer dem Erschaffer bedienbar ist. In den letzten 20 Jahren habe ich keine einzige praktikable Lösung für ein relationale Datenbanken auf Tabellenkalkulation gesehen. Natürlich erfordert eine relationale Datenbank Entwicklungsarbeit.
Daher mein Rat: Suche Dir eine bestehende Vereinsverwaltungssoftware.

Datenverwaltungen gehören eigentlich immer in eine Datenbank. Wenn Du nur den einfachen Zugriff brauchst (ohne mit mehrere Personen auf eine DB zuzugreifen) würde ich die externe Variante der Firebird-Datenbankdatei nehmen. Andere empfehlen hier die externe Variante der HSQLDB. Extern sollte das Ding auf jeden Fall sein, weil damit die Daten direkt nach dem Verlassen eines Datensatzes abgespeichert werden und nicht erst, wenn die Base-Datei geschlossen wird.
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Die einfachste Form des Ausdrucks kannst Du über Abfragen und das anschließende kopieren in Calc-Datenblätter erreichen. Geht aber auch genauso gut über Berichte, wobei ich als Ausgabeformat bei reinen Tabellen auch Calc wählen würde.
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Schau vielleicht einmal hier: Vereinsverwaltung LibreOffice/OpenOffice